Authors: Hirsch-Kreinsen, Hartmut
Title: Lohnarbeit
Language (ISO): de
Abstract: Der vorliegende Beitrag befasst sich in grundlegender Perspektive mit dem Begriff der Lohnarbeit. Resümiert werden sowohl die gegenwärtige theoretische Debatte wie neuere empirische Befunde über die Entwicklung von Lohnarbeit. Ausgangspunkt der Argumentation ist eine knappe Skizze der verschiedenen Formen und der historischen Entwicklung von Lohnarbeit, die zunächst hauptsächlich Industriearbeit war. Davon ausgehend wird die Frage behandelt, wie die grundlegenden Koordinationsprobleme von Arbeit, das Transformations- und Opportunismusproblem im Rahmen einer machtasymmetrischen Beschäftigungsbeziehung zwischen Kapital und Arbeit bewältigt werden und wie eine möglichst dauerhafte Leistungsbereitschaft der abhängig Beschäftigt gesichert wird. These ist, dass für die Regelung der Beziehungen zwischen Kapital und Lohnarbeit und die Ausgestaltung des Beschäftigungsverhältnisses das Zusammenspiel der betrieblichen Ebene und die hier vorfindbaren Entscheidungs-, Verhandlungs- und Gestaltungsprozessen mit den je gegebenen Arbeitsmarktstrukturen von besonderer Bedeutung ist. Für die Analyse dieser Zusam-menhänge wird zum einen auf das neuere Konzept der Betrieblichen Beschäftigungssysteme, zum anderen auf Überlegungen aus der segmentationstheoretischen Arbeitsmarktforschung zurückgegriffen. Als besondere Merkmale neuerer Entwicklungstendenzen von Lohnarbeit werden abschließend vor allem die Flexibilisierung der bisherigen standardisierten Regelungsformen der Beschäftigungsverhältnisse und eine abnehmende Bedeutung des sogenannten Normalarbeitsverhältnisses herausgearbeitet.
This contribution deals with the notion of wage labour in a fundamental perspective. Both the current theoretical debate as well as new empirical findings about the development of wage labour are summed up. The starting point of the reasoning is a short outline of the different forms as well as of the historical development of wage labour, which initially mainly was industrial work. The contribution then enters into the question how the fundamental coordination problems of work - the transformation and opportunism problem - are managed in the context of a power asymmetrical employment relation between labour and capital. And, how the achievement motivation of the employees can be secured under these circumstances. The thesis is proposed that the interaction of the company level - with its decision, negotiation and organisation processes - with the given labour market structures is of special significance for the regulation of the relations between wage labour and capital and the design of employment relations. To analyse these interrelationships, the author resort to newer concepts of company employment systems for one thing and to considerations from the segmentation theory approach to labour market research for another thing. In conclusion, the increased flexibility of hitherto standardised forms of regulating the employment relations and the decreasing importance of so-called normal employment relationships are identified as specific characteristics of new development trends of wage labour.
URI: http://hdl.handle.net/2003/26658
http://dx.doi.org/10.17877/DE290R-2967
Issue Date: 2007-09
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