Strohmaier, Anselm R.2023-06-092023-06-092023http://hdl.handle.net/2003/4166010.17877/DE290R-23503Im Mathematikunterricht gibt es unterschiedliche Schreibaktivitäten im Schulheft. Sie reichen vom schriftlichen Aufgabenlösen über freie Notizen bis hin zu komplexeren Schreibaktivitäten wie Hefteinträgen und Lerntagebüchern. Diese Schreibaktivitäten erfüllen im Wesentlichen zwei verschiedene Funktionen (Peverly & Wolf, 2019): Erstens ist das eine Produktfunktion (auch Speicherfunktion), die bedeutet, dass Informationen schriftlich im Heft fixiert werden, um für eine spätere Verwendung verfügbar zu sein. Zweitens erfüllt Schreiben eine Prozessfunktion (auch Enkodierungsfunktion). Dieser Funktion liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass Schreiben ein intensiver kognitiver und metakognitiver Prozess ist, durch den Wissen verarbeitet, strukturiert, selektiert und generiert wird (Galbraith, 1999; Hayes & Flower, 1980; Keys, 1999). Sie umfasst insbesondere Lerneffekte, die während des Schreibens auftreten. Sowohl aus der Produkt- als auch aus der Prozessfunktion des Schreibens lässt sich die Rechtfertigung ableiten, dass Schüler*innen im Mathematikunterricht mit einem Schulheft arbeiten. Durch verschiede Formen der konkreten Umsetzung dieser Schreibaktivitäten können dabei unterschiedliche Ziele verfolgt werden.deGesellschaft für Didaktik der MathematikHeftSchreibenSpracheTextaufgabenLesen510Die Bedeutung und Funktion des Schreibens im Mathematikheftconference contribution