Gysin, Birgit2013-12-132013-12-132009http://hdl.handle.net/2003/3138910.17877/DE290R-303Innerhalb der Mathematikdidaktik haben sich seit geraumer Zeit bestimmte Grundüberzeugungen dazu herausgestellt, wie Kinder Mathematik lernen. Dazu gehört die Sicht auf das Kind als Konstrukteur seines Wissens, das sich die Lerninhalte aktiv-entdeckend aneignet, genau so wie die Auffassung vom Lernen als eine soziokulturell geprägte Tätigkeit. Aus diesen beiden grundlegenden Überzeugzungen leiten sich Vorstellungen von einer veränderten Unterrichtskultur ab, die sich beispielsweise auf die Lehrerrolle, auf den Umgang mit Fehlern und auch auf die im Unterricht praktizierte Aufgabenkultur beziehen. Wenn diese drei Grundfesten mathematischer Bildungsprozesse berücksichtigt werden, ist wohl immer guter Mathematikunterricht möglich. Mit der Jahrgangsmischung soll an diesen Grundfesten nicht gerüttelt werden, vielmehr tritt sie als schulisches Merkmal hinzu. Sie bildet quasi eine besondere Hintergrundfolie für die in der Schule stattfindenden Lernprozesse. Mit meiner Untersuchung gehe ich daher nicht der Frage nach, ob und inwiefern Kinder in der Jahrgangsmischung besser als in herkömmlichen homogenen Klassenverbänden Mathematik lernen können. Stattdessen richte ich den Blick darauf, welche besonderen Chancen sich in einer jahrgangsgemischten Zusammensetzung im Hinblick auf das Lernen von Mathematik ergeben können.deGesellschaft für Didaktik der Mathematik510Lerndialoge von Kindern in einem jahrgangsgemischten Anfangsunterricht MathematikChancen für eine mathematische Grundbildungconference contribution