Authors: Rauch, Angelika
Title: Corallenfabrik Van Selow
Other Titles: ein Beitrag zur Geschichte des Kunstgewerbes im 18. Jahrhundert
Language (ISO): de
Abstract: Unter dem Namen „Van Selow“ werden im Kunsthandel solche Objekte angeboten, die in der von Johann Michael van Selow im Jahr 1756 gegründeten und zunächst von ihm, dann von Nachfolgern geleiteten Braunschweiger Manufaktur hergestellt wurden. Für die von Van Selow als neue, eigene Erfindung bezeichnete Technik in der Verwendung von Glasperlen lassen sich weder direkte Vorbilder noch Weiterentwicklungen finden. Dies macht die nur etwa zwei Jahrzehnte lang existierende Manufaktur einerseits zu einem räumlich und zeitlich stark begrenzten Phänomen, während andererseits ihre Produkte damals wie heute internationale Verbreitung fanden. Die hohen Preise, die heutzutage bei internationalen Auktionen erzielt werden, etablieren Van Selow als wertvolle Marke und die Objekte der Manufaktur als gefragte Raritäten. Die vorliegende Arbeit beleuchtet das Schaffen der Manufaktur von verschiedenen Seiten. Neben einer kunsthistorischen Betrachtung der stilistischen Einflüsse auf die Formenwelt Van Selows, stellt diese Arbeit die erste umfassende Einordnung der Glasperlenmosaike in Kittmasse in das vielfältige Kunstschaffen des 18. Jahrhunderts dar. Hierbei werden kulturhistorische Aspekte wie die Nutzung oder die Bedeutung der Farbigkeit ebenso untersucht wie eine Vielzahl der verwendeten Materialien und ihr spezifischer Einsatz an diesen außergewöhnlichen Objekten. Auch die Frage nach Authentizität wird behandelt, indem traditionelle Zuschreibungen hinterfragt und Kunstwerke unter anderem aus England und Dänemark diskutiert werden, die bisher in diesem Zusammenhang kaum Beachtung fanden. Eine Kombination aus stilistischen Eigenheiten und technologischen Besonderheiten liefert die Kriterien für Zuweisungen zum unsignierten Œvre dieses vielseitigen Künstlers und geschickten Unternehmers. So vielgestaltig die Objekte der so genannten „Corallenfabric“ Van Selows sind, so divers und interdisziplinär sind auch die hier erstmals in dieser umfassenden Form vorgelegten Forschungsansätze, die zu einem besseren Verständnis des Künstlers und seiner Schaffensweise sowie zu einer Eingliederung dieser speziellen Objektgruppe in das Kunsthandwerk des 18. Jahrhunderts beitragen können. Auf diesen Ergebnissen aufbauend wird die bisher in der Forschung unerwähnt gebliebene Rezeption der Werke Van Selows sowohl zur Zeit ihrer Entstehung als auch bis zum heutigen Tag beleuchtet. Diese Arbeit leistet einen Beitrag dazu, das bislang ausschließlich als Kuriosität wahrgenommene Glasperlenmosaik in einen größeren Zusammenhang zu stellen und ihm einen Rahmen zu geben.
Subject Headings: Van Selow
Corallenfabrik
Braunschweiger Möbel
Glasperlen
Glasperlenmosaik
Rocailleperlen
Glass beads
Glass bead mosaic
Rocailles
URI: http://hdl.handle.net/2003/25796
http://dx.doi.org/10.17877/DE290R-706
Issue Date: 2008-09-09T10:43:32Z
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