Authors: Radke, Petra
Störmann, Wiebke
Title: Qualifizierung und Chancengleichheit
Other Titles: Auswirkungen staatlicher Bildungsmaßnahmen während des Erziehungsurlaubs
Qualification and equal opportunities
Language (ISO): de
Abstract: Ausgangspunkt der Analyse ist das Ziel, die bestehenden Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen zu verringern und die Aufstiegs- und Karrierechancen von Frauen zu verbessern. Dabei wird unterstellt, daß die geringeren Löhne und schlechteren beruflichen Perspektiven von Frauen zum Teil dadurch begründet sind, daß Mütter in der Regel ihre Berufstätigkeit länger unterbrechen als Väter. Hier stellt sich die Frage, welche Anreize Frauen zur Verkürzung des Elternurlaubs gesetzt werden können. Auf der Basis eines ökonomischen Modells untersucht der Beitrag den Einfluß von staatlich finanzierten Qualifikationsmöglichkeiten während des Erziehungsurlaubs auf die Dauer der freiwilligen Erwerbsunterbrechungen. Es zeigt sich, daß die Auswirkungen einer Erhöhung öffentlich finanzierter Bildungsmaßnahmen auf die Dauer des Elternurlaubs wesentlich von den Rechtsvorschriften bezüglich des Lohnes beim Wiedereinstieg in die Berufstätigkeit abhängen. Im Hinblick auf das gleichstellungspolitische Ziel ergibt sich aus der Analyse die Forderung, entweder eine Kombination aus garantierten Löhnen nach dem Wiedereinstieg und einer Verpflichtung zur Qualifizierung zu etablieren oder auf beide ordnungspolitischen Instrumente zu verzichten.
Starting point for the analyses is the aim to diminish the existing wage differences between men and women and to ameliorate the prospects of promotion as well as career for women. Wage discrimination against women can be partially explained by longer interruption of their working careers after childbirth. Despite the fact that women tended to increase their engagement in the market in contrast to men, there remains, at least to a certain degree, the traditional pattern of specialization: men are in charge of securing the family´s income and women are responsible for household production during parental leave. This paper extends the traditional fertility model of New Home Economics by relaxing the hypothesis of perfect substitutiability between parental leave and household production time after working hours. The model shows that an extended supply of qualification programs during parental leave can reduce the gap between men s and women s earnings. This result does not always hold if there exists employment protection legislation and if the bargaining power of the employees is low.
URI: http://hdl.handle.net/2003/28204
http://dx.doi.org/10.17877/DE290R-4471
Issue Date: 1998-06-15
Publisher: Westdeutscher Verlag
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