Synthese niedermolekularer Verbindungen zur Stabilisierung von Protein-Protein-Interaktionen
Lade...
Dateien
Datum
Autor:innen
Zeitschriftentitel
ISSN der Zeitschrift
Bandtitel
Verlag
Sonstige Titel
Zusammenfassung
Die phytotoxische Wirkung des Naturstoffs Fusiocccin A, erstmals isoliert von Ballio et
al. aus dem Pilz Fusicoccum amygadali, lässt sich auf die Stabilisierung der Interaktion
zwischen einem 14-3-3-Adaptorprotein und der C-terminalen Bindedomäne der
pflanzlichen Protonenpumpe zurückführen. Neben diesem interessanten
Wirkmechanismus des Diterpens stellt dessen Synthese aufgrund seines hochgradig
substituierten und gespannten 5-8-5-Ringerüsts eine enorme synthetische
Herausforderung dar. Derzeitig finden sich in der Literatur einige Ansätze zur
Darstellung solcher Ringsysteme, ein Zugang zu Fusicoccin ergibt sich hieraus jedoch
nicht.
Im Rahmen dieser Dissertation wird eine Samarium(II)-vermittelte Ketyl-Olefin-
Kupplung als Schlüsselschritt zur Synthese von Fusicoccin diskutiert und die
erfolgreichen, stereoselektiven Synthesen benötigter Fragmente werden präsentiert.
Neben Fusicoccin wurden im Rahmen von Oberflächenplasmonresonanz-
Untersuchungen das Dipeptid Epibestatin und Pyrrolidon 1 als Verbindungen zur
Stabilisierung der oben genannten Wechselwirkung identifiziert. Vor diesem Hintergrund
beschreibt die vorliegende Arbeit des Weiteren die enantioselektive Synthese der nichtnatürlichen
Aminosäure α-Hydroxy-β-aminophenylbuttersäure und deren Verwendung
zur Synthese von Epibestatin, -derivaten und Stereoisomeren. Um letztendlich zu
Verbindungen mit verbesserten stabilisierenden Eigenschaften zu gelangen, wird
zusätzlich die Synthese einer kleinen Substanzsammlung von Pyrrolidonen und
Pyrazolen und deren Erprobung in Oberflächenplasmonresonanz-Messungen vorgestellt.
Beschreibung
Inhaltsverzeichnis
Schlagwörter
Fusicoccin, Organische Chemie, Protein-Protein-Interaktionen, Totalsynthese
