Gewerkschaftlicher Organisationsaufbau und Mitbestimmung in Ostdeutschland

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De-Modernisierung oder Modernisierungsimpulse?

Zusammenfassung

Die friedliche Revolution und der Zusammenbruch des politischen Systems der ehemaligen DDR stellen innerhalb des historisch beispiellosen Zusammenbruchs des "Jahrhundertexperiments" des Kommunismus insofern einen besonders herausgehobenen Vorgang dar, als mit der deutschen Vereinigung ein gesellschaftlicher Transformationsprozeß eingeleitet worden ist, der wegen seines Modellcharakters in besonderer Weise unter Erfolgszwang steht und der auf den ersten Blick als ein Prozeß erscheint, in dem es um die Implementation eines leistungsfähigen Institutionengefüges aus der Bundesrepublik (alt) in die neuen Bundesländer geht. Tatsächlich aber sind wir Zeitzeugen eines eigenständigen Institutionalisierungsprozesses, dessen Resultate durchaus in einem gewissen Grade unbestimmt sind und von dem Rückwirkungen auf die größer gewordene neue Bundesrepublik insgesamt zu erwarten sind. In folgendem wird die These vertreten, daß in diesem Zusammenhang auf dem Feld der industriellen Beziehungen durchaus auch mit Modernisierungsimpulsen zu rechnen ist, da im Zuge der Übertragungsversuche der institutionelle Charakter der tragenden westlichen Strukturen klarer hervortritt und darüber die Ermüdung traditioneller Paradigmata den gewerkschaftlichen Akteuren deutlicher bewußt wird.

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