Religionssensible Bildung in Kindertageseinrichtungen über narrative Zugänge

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Elementarisierte Erzählangebote zur Förderung (inter)religiöser Bildungsprozesse im Vorschulalter

Zusammenfassung

Die Dissertation von Katrin Petri untersucht die Bedeutung und Umsetzung religionssensibler Bildung in Kindertageseinrichtungen mit besonderem Fokus auf narrativen Zugängen zur Förderung (inter)religiöser Bildungsprozesse im Vorschulalter. Ausgangspunkt ist die zunehmende Pluralisierung von Lebenswelten, die Kindertagesstätten zu Orten der Begegnung vielfältiger kultureller und religiöser Hintergründe macht. Die Arbeit analysiert, wie narrative, elementarisierte Erzählangebote als methodisch-didaktisches Instrument genutzt werden können, um Kindern Zugänge zu religiösen und interreligiösen Themen zu eröffnen, ihre Identitätsentwicklung sowie Dialogfähigkeit zu stärken. Im theoretischen Teil werden aktuelle Forschungsstände zur frühkindlichen (inter)religiösen Bildung, die Rolle der Familienkultur, die Bedeutung von Selbstbildung und Ko-Konstruktion sowie die Herausforderungen einer diversitätssensiblen Pädagogik dargestellt. Die Autorin arbeitet heraus, dass insbesondere narrative Methoden – das mündliche Erzählen von Geschichten aus verschiedenen religiösen Traditionen – Kindern ermöglichen, existenzielle Fragen zu reflektieren, Werte zu verhandeln und Gemeinsamkeiten wie Unterschiede zu entdecken. Empirische Studien belegen, dass Kinder bereits im Vorschulalter Interesse an religiösen Themen zeigen, es jedoch häufig an einer (inter)religiösen Sprachfähigkeit und an dialogischen sowie diversitäts- und religionssensiblen Erfahrungsräumen mangelt. Die Arbeit entwickelt ein methodisch-didaktisches Konzept, das das religionspädagogische Handlungskonzept der religionssensiblen Bildung mit Ansätzen der Kindertheologie und der Elementarisierung verbindet. Anhand der exemplarischen Erzählung des Propheten Jona wird im Anschluss dargelegt, wie elementarisierte, interreligiös geöffnete Erzählangebote erfahrungsorientiert gestaltet werden können, um Kindern unabhängig von ihrer religiösen Sozialisation Teilhabe und Reflexion zu ermöglichen. Dabei bilden Situationsorientierung, teilnehmende Beobachtung sowie eine von „sustained-shared-thinking-Prozessen“ getragene Lernkultur den pädagogischen Rahmen. Die Dissertation schließt mit praxisorientierten Empfehlungen für die Aus- und Weiterbildung pädagogischer Fachkräfte sowie für die Entwicklung alltagsintegrierter, teilhabeorientierter Bildungsangebote, die kulturelle und religiöse Vielfalt als Ressource begreifen und zur Förderung von Identitätsentwicklung, Toleranz und Resilienz beitragen.

Beschreibung

Inhaltsverzeichnis

Schlagwörter

lnterreligiöse Bildung in der frühen Kindheit

Schlagwörter nach RSWK

Interreligiöses Lernen, Religionspädagogik, Kindertheologie, Jona, Prophet, Dissertation, Technische Universität Dortmund. Fakultät Humanwissenschaften und Theologie, Technische Universität Dortmund. Institut für Katholische Theologie

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