Die ästhetische Dimension im städtebaulichen Entwurf

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Dargestellt an Entwürfen für den Potsdamer / Leipziger Platz und den Pariser Platz in Berlin 1910 / 1930

Zusammenfassung

Die Dissertation untersucht ausgewählte städtebauliche Entwürfe für den Potsdamer / Leipziger Platz und den Pariser Platz in Berlin, die um das Jahr 1910 bzw. um 1930 entstanden sind. An ihrem Beispiel werden die Herleitung, Argumentation und Kritik baulicher Form, die jeweiligen konzeptionellen und gestalterischen Bezüge sowie zeitspezifische Merkmale im Umgang mit ästhetischen Aspekten des städtebaulichen Entwurfs analysiert. Es wird nachvollzogen, welche Notwendigkeiten oder praktischen Aspekte die entworfene Form beeinflusst haben können, und aufgezeigt, welche dezidiert ästhetisch motivierten Interessen hervortreten. Im Vergleich der Zeitebenen 1910 und 1930 zeigt sich dabei exemplarisch ein signifikanter Wandel im Umgang mit den ästhetischen Aspekten des Städtebaus, was weniger die Relevanz ästhetischer Interessen, sondern primär die Argumentation der entworfenen Form betrifft. Daneben offenbaren sich bemerkenswerte Konstanten in der Thematisierung beider Platzanlagen, die sich bis in die programmatischen Debatten nach 1989/90 fortsetzen. Die Untersuchung liefert neue Erkenntnisse zum Entstehungskontext der untersuchten Entwürfe und ihrer Einbettung in den zeitgenössischen Kontext. Der Ansatz, das Spannungsfeld von ‚Form und Formerzählung‘ zu analysieren, eignet sich dabei nicht nur als methodischer Zugang in der baugeschichtlichen Forschung, sondern auch zur kritischen Reflexion gegenwärtiger Diskurse über bauliche und städtebauliche Form.

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Schlagwörter

Architekturgeschichte, Städtebau, Berlin, 20. Jahrhundert, Ästhetik

Schlagwörter nach RSWK

Architekturgeschichte, Städtebau, Ästhetik

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