Sprechangst im Mathematikunterricht und Zweitsprachenverwendungsangst im Mathematikunterricht

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2023

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Gesellschaft für Didaktik der Mathematik

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Die Teilhabe am mathematischen Diskurs wird als wichtige Gelingensbedingung für den Aufbau konzeptuellen Wissens erachtet (Maier & Schweiger, 1999, S. 64; Moschkovich, 2015, S. 57). Dies kann mit der Annahme darüber, wie Wissen im Mathematikunterricht (MU) intersubjektiv ausgehandelt wird, begründet werden: Ausgehend von zunächst individuellen Interpretationen mathematischer Gegenstände wird durch die Interaktion mit anderen ein gemeinsames Verständnis konstruiert (Voigt, 1995, S. 29 ff.). Der Tätigkeit des Sprechens wird damit eine zentrale Rolle beim Erwerb mathematischen Wissens zugeschrieben. Die mündliche Beteiligung am Unterricht scheint empirischen Befunden zufolge jedoch nicht allen Lernenden leicht zu fallen. Schmiedebach und Wegner (2019, S. 5) berichten beispielsweise von der Angst neu zugewanderter Schüler*innen, sich im Fachunterricht mündlich zu beteiligen. Darüber hinaus verweisen Chlebnikow und Backhaus (2017, S. 1) auf die Schwierigkeiten, die auch Lernende mit Deutsch als Muttersprache mit der Bildungssprache haben. In Anlehnung daran werden im Dissertationsprojekt die Emotionen Sprechangst im MU und Zweitsprachenverwendungsangst im MU in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Es wird untersucht, inwieweit die Angstemotionen im MU beobachtbar sind, wodurch sie entstehen und welche Auswirkungen sie haben; der vorliegende Beitrag fokussiert auf die Entstehungsbedingungen.

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Keywords

Sprechangst, Zweitsprachenverwendungsangst, Emotionen, Sek I, Sprache & Mathematik, interdisziplinär

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