Messung heterogener mathematikbezogener Lerngelegenheiten im Hochschulstudium
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Date
2015
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Gesellschaft für Didaktik der Mathematik
Abstract
Lerngelegenheiten, bzw. das englische Pendant opportunitiy to learn
(OTL), sind ein zentraler Begriff in vielen Bereichen der Bildungsforschung
(im Überblick: Kurz, 2011; Stevens & Grymes, 1993). Sie lassen
sich definieren als „contexts in which children are asked to engage in activities
that promote skill development“ (Byrnes & Wasik, 2009, S. 173).
Bei der Beschreibung schulischer Lerngelegenheiten werden häufig drei
Aspekte unterschieden (z. B. Leighton, Mullens, Turnbull, Weiner & Williams,
1995): Inhalte des Curriculums, Unterrichtsstrategien und Unterrichtsressourcen.
Im Anschluss an Carroll (1963) lässt sich als zusätzlich
relevanter Aspekt noch die Zeit ergänzen (vgl. das Modell von Kurz,
2011). Vergleicht man diese Aspekte hinsichtlich ihrer Wirkung auf die
Leistungsentwicklung, so erweisen sich Inhalt und Zeit als am einflussreichsten
(Elliott, 2015; Porter, 2002). Bei der Erfassung von Lerngelegenheiten
haben sich – neben indirekten Maßen wie Kursniveau, Schulart u. ä.
– Fragebögen als sehr geeignetes Instrument erwiesen, um die Quantität
von Lerngelegenheiten zu beschreiben, weniger für deren Qualität (Porter,
2002).