Authors: Förschner, Günter
Title: Gelingensbedingungen und Bewertung des Einsatzes von Peer Reviews
Other Titles: Untersuchung am Beispiel des deutschen Auslandsschulwesens
Language (ISO): de
Abstract: Die Dissertation untersucht am Beispiel des deutschen Auslandsschulwesens die besonderen Gelingensbedingungen von Peer Reviews und bewertet dessen spezifischen Nutzen als Instrument der schulischen Qualitätsentwicklung. Der Autor nutzt für die Untersuchung folgende Arbeitsdefinition von Peer Review: „Das Peer Review ist eine entwicklungsorientierte Evaluation von ausgewählten Qualitätsbereichen – in diesem Fall – aus Schule und Unterricht. Diese wird vorwiegend durch Schulleitungsmitglieder und Lehrkräfte durchgeführt, die der untersuchten Schule nicht selbst angehören. Die Auswahl der Evaluatoren („kritische Freunde“) und der Untersuchungsgegenstände (Beobachtungsschwerpunkte) sowie die Datenhoheit liegen dabei wesentlich im Einflussbereich der Schule, die Konzeption und Durchführung der Untersuchung liegt in der Verantwortung der „kritischen Freunde“. In Absprache mit der Schule bringen sich die Peers beratend in die Weiterentwicklung der ausgewählten Entwicklungsschwerpunkte mit ein.“ In der Dissertation werden zunächst das deutsche Auslandsschulwesen und die Struktur seines Pädagogischen Qualitätsmanagements im Überblick dargestellt. Auf der Basis von vier Fallstudien sowie von quantitativen Untersuchungen und Leitfadeninterviews werden anschließend die Gelingensbedingungen von Peer Reviews herausgearbeitet. Dabei geht es u. a. um die Frage, welche Rolle die Organisation des Peer Reviews an der einladenden Schule, die dortige Schulleitung, die „kritischen Freunde“, die Durchführung der Evaluation und schließlich die Auswertung und Nutzung der Daten für eine gelingende Weiterentwicklung der schulischen Qualität spielen. In einem weiteren Abschnitt der Dissertation wird das Peer Review vor dem Hintergrund seiner formativen, also entwicklungsorientierten Ausrichtung bewertet. Es wird festgestellt, dass das Instrument bei Einhaltung der Gelingensbedingungen (siehe oben) belastbare Daten zur untersuchten Schule liefert, die bei den Betroffenen auf ein hohes Maß an Akzeptanz stoßen, da sie von Evaluatoren generiert wurden, die der selben Profession angehören. Valide Daten und deren Akzeptanz bei den Mitgliedern der evaluierten Schule sind wiederum die Grundlage dafür, dass das Peer Review zur Ableitung und Umsetzungen von Maßnahmen führt, die zur Verbesserung der Qualität von Schule und Unterricht beitragen. Diese positiven Wirkungen sind u. a. dann gefährdet, wenn die besuchte Schule kein echtes Interesse an ungeschönten Rückmeldungen der „kritischen Freunde“ hat, wenn diese ihren Untersuchungsauftrag falsch verstehen und kritische Beobachtungen nicht klar als solche benennen oder wenn die Evaluatoren unzureichend qualifiziert sind. Fazit: Bei Einhaltung der zentralen Gelingensbedingungen, die in der Dissertation herausgearbeitet werden, ist das Peer Review ein hilfreiches Instrument der schulischen Qualitätsentwicklung, das interne Evaluation und externe Schulinspektion sinnvoll ergänzen kann. Das Peer Review hat seine besondere Stärke v. a. bei der Generierung von Daten hat, die von der untersuchten Schule sinnvoll und erfolgversprechend für die Konzeption von Maßnahmen zur Weiterentwicklungen ausgewählter Aspekte der Schulqualität genutzt werden können.
Subject Headings: Deutsches Auslandsschulwesen
Externe Evaluation
Kritische Freunde
Pädagogisches Qualitätsmanagement
Peer Review
Schulentwicklung
Subject Headings (RSWK): Deutsche Auslandsschule
Evaluation
Qualitätsmanagement
Schulentwicklung
URI: http://hdl.handle.net/2003/30357
http://dx.doi.org/10.17877/DE290R-5403
Issue Date: 2013-05-28
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