Prozessqualität mathematischer Bildung im Kindergarten
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2009
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Gesellschaft für Didaktik der Mathematik
Abstract
Kinder sind verschieden. So zeigen sich schon zum Schulbeginn erhebliche Unterschiede in ihren mathematischen Kompetenzen (z.B. Schmidt 1982, Rinkens/Hönisch 1997, Grassmann u.a. 2002). Wittmann (2001, 15) schließt daraus, dass schulische Lernschwierigkeiten im Rechnen auch auf eine unzureichende Förderung im Vorschulalter zurückzuführen sind. Aber es gibt unterschiedliche Ansätze, wie die Arbeit an mathematischen Inhalten im Kindergarten aussehen sollte. Zur Beschreibung der Qualität der Arbeit im Kindergarten gibt es ein allgemeines Modell aus der Qualitätsforschung (Roßbach 1993). Dieses Modell ist auch heute noch aktuell (vgl. Tietze/Roßbach/Grenner 2005, 26) und unterscheidet drei Qualitätsbereiche: Strukturqualität, Orientierungsqualität und Prozessqualität. Zur Strukturqualität gehören die formale Qualifikation der Erzieherinnen, die Größe der Einrichtung und Gruppen, die Raumgröße und Ausstattung, die Öffnungszeiten und die Altersmischung in den Gruppen. Zur Orientierungsqualität gehören die Haltungen der Erzieherinnen. Mit Prozessqualität sind die Interaktionen der Kinder mit Gleichaltrigen und Erzieherinnen gemeint, die Qualität der Erfahrungen, die das Kind macht, und der pädagogischen Stimulationen, die es erhält.