Beurteilung des Risikos wesentlicher Falschangaben im Jahresabschluss aufgrund von Bilanzmanipulationen - eine empirische Analyse
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Date
2011-07-27
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Deutsche und internationale Prüfungsstandards verlangen vom Abschlussprüfer (AP) die
Identifizierung und Beurteilung des Risikos von Bilanzmanipulationen im Jahresabschluss auf
Abschluss- und Aussagenebene. Die konkrete Problemstellung ergibt sich für AP durch die Vorgabe
der Standardgeber den Red Flag-Ansatz und das Fraud Triangle für die Beurteilung des Risikos von
Bilanzmanipulationen zu nutzen, ohne ein methodisches Vorgehen zu konkretisieren.
Das Ziel der Arbeit von Andreas Schiel ist es ein wissensbasiertes System (WBS) zu entwickeln, durch
das das Risiko von Bilanzmanipulationen durch AP zuverlässiger und nachvollziehbarer beurteilt
werden kann, als dies bisher möglich ist. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt dabei im Aufbau einer
strukturierten Wissensbasis, dem zentralen Bestandteil eines WBS. Um die Akzeptanz des zu
erstellenden WBS zu erhöhen besteht es im Wesentlichen auf dem Wissen von deutschen APs, die als
Experten im Bereich der Risikobeurteilung angesehen werden, basieren.
Die Erstellung der Wissensbasis eines WBS zur Beurteilung des Risikos von Bilanzmanipulationen ist
ein zweistufiger Prozess. Als erster Schritt wird im abgegrenzten Wissensbereich – Beurteilung des
Risikos von Bilanzmanipulationen – Detailwissen erhoben. Hierfür werden mittels einer empirischen
Studie Erfahrungen von deutschen APs über die Beurteilung des Risikos von Bilanzmanipulationen
gesammelt. Die Identifikation von geeigneten Red Flags als wesentlicher Bestandteil der
Risikobeurteilung sowie die relative Gewichtung der Red Flags stehen im Fokus der Studie. Zur
Erfassung der Erfahrungen der APs wurde ein Fragebogen konzipiert und verschickt. Die auf diese
Weise gesammelten Daten, die eine umfassende Vereinigung individuellen Wissens darstellen,
werden analysiert und systematisch aufbereitet.
Im zweiten Schritt zur Erstellung der Wissensbasis einer WBS zur Risikobeurteilung von
Bilanzmanipulationen wird das erhobene Expertenwissen formalisiert. Hierfür wird das von Carl Cox
entwickelte Konzept des „Scalable Monotonic Chaining“, das auf der Fuzzy-Logik basiert, verwendet.
Description
Table of contents
Keywords
Bilanzmanipulation, Expertensystem, Financial statement fraud, Fraud, Fuzzy Logik, Red flags, Risikobeurteilung, Risikofaktoren, Risikoindikatoren, Scalable monotonic chaining, Wissensbasiertes System