Von verschwundenen Würfelaugen und Baseballkappen für Gürteltierbabys
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2009
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Gesellschaft für Didaktik der Mathematik
Abstract
Wird Mathematiklernen als das Hineinwachsen in eine mathematische Kultur verstanden, so wird ersichtlich, dass das Mathematiklernen von Kindern keinesfalls auf bewusst gestaltete pädagogische Situationen in Kindergarten oder Schule begrenzt ist. Unter dieser theoretischen Perspektive öffnet sich der Blick für einen Sozialisationsraum, der besonders im Hinblick auf frühe mathematische Erfahrungen von entscheidender Bedeutung ist: die Familie. So zeigen Street, Baker und Tomlin (2005) in einer qualitativen Studie, dass die Familie und die dort erfahrene mathematische Sozialisation erheblichen Einfluss auf das Gelingen des Schulstarts haben. In der Erklärung dieses Zusammenhangs betonen die britischen Forscher, dass der ausschlaggebende Aspekt nicht die konkreten inhaltlichen Anregungen seien, sondern der familiale Diskursstil. Vor diesem Hintergrund wird im Folgenden ein Promotionsprojekt vorgestellt, das auf den familialen Diskursstil fokussiert. Im Blickpunkt steht da-bei die elterliche Unterstützung in mathematischen Diskursen mit Vorschulkindern. Wie begleiten Eltern ihre Kinder auf dem Weg in die Mathematik?