Zur Reform des bestehenden Normalarbeitsverhältnisses

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Westdeutscher Verlag

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Das Normalarbeitsverhältnis ist seit langem Gegenstand kontroverser Diskussionen: Von Arbeitgeberseite wird es als ein Symptom institutioneller Sklerose dargestellt, das eine Mitverantwortung für die dauerhaft hohe Arbeitslosigkeit habe. Es wird ihm vorgehalten, es stabilisiere individuelle Schutzrechte, die letztlich den Beschäftigten schaden, deren Rechte doch geschützt werden sollen. Es wird sogar als ideologisch motivierter Kampfbegriff, der "von gewerkschaftlicher Seite und von am linken Rand angesiedelten Wissenschaftlern" stammt, denunziert und begrifflich auf folgenden Satz reduziert: es ist "nur insofern 'normal', wie es nach wie vor weit verbreitet ist" (Dichmann 1989, 48). Ein aus feministischer Perspektive formulierter Kritikpunkt lautet, das Normalarbeitsverhältnis sei der Ausdruck einer patriarchalischen Organisation der Erwerbsarbeit, es sei für Männer gemacht, würde deren obsolete Vorrechte schützen und so dazu beitragen, daß Frauen vom Arbeitsmarkt ferngehalten würden (Kurz-Scherf 1990, Bäcker/Stolz- Willig 1990). Das Normalarbeitsverhältnis wird im Zuge der Individualisierungsdebatte als ein zu starres Korsett betrachtet, das die Entfaltung eines individualistischen Lebensstiles behindere (Beck 1986).

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