Mathematische Anforderungen für Studienanfänger an Schweizer Hochschulen
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Date
2014
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Gesellschaft für Didaktik der Mathematik
Abstract
Gegenwärtig wird im deutschsprachigen Raum die Schnittstelle Gymnasium–Hochschule diskutiert. Anlass geben einerseits Klagen der Hochschulen über mangelhafte Kenntnisse von Studienanfängern in Erstsprache und Mathematik, und andererseits die hohen Durchfallquoten in den ersten Prüfungen, ganz besonders bei mathematischen Lehrveranstaltungen. Diese Diskussion ist besonders für die Schweiz brisant, da hier die gymnasiale Matur einen prüfungsfreien Zugang zu allen Studiengängen der Hochschulen gewährleistet (Ausnahme: Medizin). Um diesen prüfungsfreien Hochschulzugang weiterhin sicherzustellen, hat die Schweizerische Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) deshalb eine Studie in Auftrag gegeben, um sogenannte „basale fachliche Studierkompetenzen“ in Erstsprache und Mathematik zu definieren (Eberle, 2012). Damit ist jenes Wissens und Könnens in Erstsprache und Mathematik gemeint, welches für das Bestehen der ersten beiden Semester einer breiten Zahl von Studiengängen unabdingbar ist. Die Idee einer solchen Studie wurde bereits im Bericht zur Evaluation der Maturitätsreform 1995 skizziert (Eberle et al., 2008). Gegenstand dieses Beitrags ist der empirische Teil der Studie, in dem die Anforderungen der Schweizer Hochschulen an Studienanfänger verschiedener Studiengänge eruiert wurden, um so die Formulierung von basalen Kompetenzen auch empirisch und nicht nur normativ fundieren zu können. Während in der eigentlichen Studie die fachlichen Anforderungen hinsichtlich Erstsprache und Mathematik erarbeitet wurden, beschränken wir uns hier auf die Bestimmung der mathematischen Anforderungen.