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100 Jahre Mathematikunterricht für Mädchen - Aufbruch, Hürden und Fortschritte

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Gesellschaft für Didaktik der Mathematik

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Der schulische Mathematikunterricht wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von verschiedenen Reformen beeinflusst. So fand mit der Meraner Reform 1905 die Differenzial- und Integralrechnung als Krönung der „Erziehung zum funktionalen Denken“ Eingang in den gymnasialen Mathematikunterricht für Jungen. Für Volksschulen und höhere Mädchenschulen wurden von Reformpädagogen unter dem Schlagwort Arbeitsschule neue Unterrichtsmethoden entwickelt, die auf die Selbsttätigkeit der Schülerinnen und Schüler abzielten. Außerdem fand 1908 in Preußen eine wegweisende Schulreform statt, in der, den damaligen Forderungen der Frauenbewegung Folge leistend, das höhere Mädchenschulwesen neugeordnet wurde. Mädchen durften nun auch auf staatlich reguliertem Weg das Abitur erwerben sowie Mathematik und nicht nur Rechnen lernen. Im Vortrag werden sowohl die Ziele und zeitgenössischen Ansätze zur didaktisch-methodischen Gestaltung des neu eingeführten Mathematikunterrichts für Mädchen als auch die Hürden dargelegt, die es auf dem Weg zu gleichen Bildungschancen beider Geschlechter zu überwinden galt. Schließlich ist zu fragen, welche Fortschritte in der mathematischen Bildung von Mädchen seither erzielt wurden.

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