Wenn der Realitätsbezug zum Problem wird: „problematische“ Aufgaben und multiple Lösungen in der Primarstufe
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Date
2015
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Publisher
Gesellschaft für Didaktik der Mathematik
Abstract
Die Fähigkeit, realitätsbezogene Aufgaben zu lösen, ist eine wichtige
Kompetenz, die national und international große Beachtung gefunden hat
und im Unterricht weltweit vermittelt werden soll. Empirische Studien zeigen
jedoch, dass Schülerinnen und Schüler bei Modellierungsaufgaben
häufig direkte Rechenoperationen mit den gegebenen Zahlen durchführen,
ohne den in der Aufgabenstellung gegebenen Realkontext angemessen zu
berücksichtigen (Verschaffel et al., 2000). In der vorliegenden Untersuchung
wurde der Einfluss der Aufforderung, eine zweite Lösung zu offenen
Modellierungsaufgaben zu erstellen, auf diese ausgeprägte Neigung von
Dritt- und Viertklässler (N=75) analysiert. Exemplarisch wird das Lösungsverhalten
von Lernenden beim Bearbeiten einer spezifischen Modellierungsaufgabe,
die in der Forschung als eine der so genannten Problematic
Problems bekannt ist, betrachtet.