Interventionen zur Stärkung diagnostischer Urteile angehender Lehrkräfte

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2023

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Gesellschaft für Didaktik der Mathematik

Abstract

Lehrkräfte stehen regelmäßig vor der Herausforderung den Lernstand ihrer Schüler*innen, insbesondere in Bezug auf den fachspezifischen Kompetenzund Wissenserwerb, zu beurteilen. Die dabei zum Tragen kommenden diagnostischen Urteile entscheiden nicht nur darüber, was den Schüler*innen zurückgemeldet wird, sondern auch welche weiteren Lernangebote in welcher Form gemacht werden und haben daher Konsequenzen für die schulische Entwicklung von Schüler*innen (Zhu et al., 2018). Studien zeigen, dass diagnostische Urteile von Lehrkräften durch deren implizite Stereotype bezüglich des Geschlechts oder des Migrationshintergrunds von Schüler*innen beeinträchtigt sein können (Holder & Kessels, 2017). Da diagnostische Urteile von Lehrkräften, die auf konkrete aufgabenbezogene Beurteilungskriterien zurückgreifen können weniger durch implizite Stereotype beeinträchtigt sind (Quinn, 2020) und sich Stereotype und Einstellungen durch Sensibilisierung und Reflexion verändern lassen (Rubie-Davies et al., 2015) wurden Interventionen zur Stärkung diagnostischer Urteile entwickelt. Zu den Themen Fachbezogene Diagnostik und Implizite Stereotype wurden zwei dreistündige Vorlesungsblöcke konzipiert. Diese zeichnen sich aus durch situative und personenbezogene Elemente. Mit Fokus auf die Intervention zur fachbezogenen Diagnostik werden die einzelnen Elemente der Intervention, die für Studierende des Primarstufenlehramtsstudiums konzipiert wurde, präsentiert und zur Diskussion gestellt.

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Keywords

Diagnostische Urteile, Primarstufenlehramtsstudierende

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