Elterneinbeziehung
Loading...
Files
Date
2005-07
Authors
Journal Title
Journal ISSN
Volume Title
Publisher
Fach Hauswirtschaftswissenschaft - Technische Universität Dortmund
Abstract
Qualität im Bildungswesen und die damit verbundene Evaluation werden seit Schulleistungsstudien
wie TIMMS und PISA immer wichtiger. Im ernährungswissenschaftlichen Bereich
lassen sich bezüglich des Systems Schule aber kaum Studien finden, obwohl der Themenbereich
„Gesunde Ernährung“ einen immer bedeutenderen Stellenwert einnimmt. Unter Anderem
weist der Ernährungsbericht der DGE 2000 auf eine steigende Rate von Übergewicht und
Adipositas im Kindes- und Jugendalter hin. Es liegen momentan Daten von 1984 und 1999
vor. Insgesamt 18 bis 20 % der Kinder und Jugendlichen sind danach adipös oder übergewichtig.
Ernährungsbedingte Folgeerkrankungen sind ebenfalls ein bedeutendes Thema. Ausreichend
ist nicht, dass nur ernährungsbezogene Inhalte ohne weitere Reflexion und Feststellung
ihrer Wirksamkeit in der Schule vermittelt werden. Die Evaluation der Verhaltensänderung
stellt hier einen entscheidenden Aspekt dar (u. a. Hurrelmann, 1999). Empirische Nachweise
einer Wirksamkeit dieser Einbeziehung sind bisher im Bereich der Ernährungserziehung
kaum zu finden. Ebenso ist eine Entwicklung neuer Ansätze der Ernährungserziehung
und deren gleichzeitige Evaluation notwendig. Ausnahmen stellen diesbezüglich u. a. die Kieler
Adipositaspräventionsstudie (KOPS) (Mast; Asbeck; Langnäse; Grund & Müller, 2000),
die Untersuchung zum Obst- und Gemüseverzehr bei Grundschulkindern (Bönnhoff; Eissing;
Baumann & Kuß, 2002), die Untersuchung von Philipps (2004), die Evaluation des Ernährungskreises
und –pyramide im Schulunterricht (Eissing & Lach, 2003) sowie die Evaluation
didaktischer Ansätze zur schulischen Gesundheitsförderung im Ernährungsbereich von Eissing,
Küppers-Hellmann & Lach (2001) dar.
In 12 Grundschulklassen des ersten und zweiten Schuljahres wurde die Wirksamkeit einer
Elterneinbeziehung hinsichtlich einer Verhaltensveränderung im Rahmen des Schulfrühstücks
im Prä-/ Posttestdesign empirisch untersucht. Als Interventionsmaßnahme wurde ein an TZI
orientierter Elternabend durchgeführt. Das mitgebrachte Schulfrühstück der Schülerinnen und
Schüler wurde erhoben und durch direkte Beobachtung über eine Woche protokolliert. Die
Ergebnisse zeigen, dass hinsichtlich der Ausgangs- und Endwerte der Schülerinnen und Schüler
mit und ohne Elternabendbeteiligung z. T. signifikante Unterschiede bestehen. Des Weiteren
wir durch die vorliegende Datenlage deutlich, dass eine Einbeziehung der Eltern in die
schulische Ernährungsbildung einen entscheidenden Einfluss auf die Verhaltensveränderung
hat und somit die Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule als sehr bedeutend angesehen
werden muss.
Description
Table of contents
Keywords
Ernährungserziehung, Gesundheitsförderung, Grundschule