Fächerverbindende Didaktik am Beispiel von subjektiven Lernvoraussetzungen im Mathematik- und Physikunterricht
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Date
2015
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Publisher
Gesellschaft für Didaktik der Mathematik
Abstract
In diesem Beitrag wird anhand eines gemeinsamen Projekts der Mathematik-
und Physikdidaktik der Universität Siegen die Idee fächerverbindender
Didaktik diskutiert. Fächerverbindendes Lehren und Lernen bedeutet dabei
die Bearbeitung eines Inhalts aus der Sicht unterschiedlicher Fächer (Peterßen,
2000). Für die Schule ist fächerverbindender Unterricht schon länger
gefordert, doch an der Hochschule wird ein solches Unterfangen eher
selten angebahnt. Das Projekt FäMaPdi (Fächerverbindendes Seminar zur
Mathematik- und Physikdidaktik) stellt sich der Aufgabe, das Vorbereitungsseminar
zur Praxisphase für Lehramtsstudenten der Fächer Mathematik
und Physik im Masterstudium fächerverbindend zu gestalten. Da dieses
Seminar auf das Unterrichten vorbereiten soll, erarbeiten die Studierenden
unter Begleitung von Lehrkräften fächerverbindende Unterrichtsentwürfe,
die dann in Zusammenarbeit mit einer Schule aus der Region erprobt werden.
Diese unterrichtspraktischen Aspekte des Seminars werden mit didaktischer
Theorie verzahnt. Ziel der Seminarsitzungen zur Theorie ist es, Beobachtungsfragen
zu entwickeln, die die Grundlage des forschenden Lernens
darstellen, das im Praxissemester gefordert ist (vgl. Witzke, 2015).
Inhalte dieser Sitzungen sind allgemeine didaktische Themen wie Problemlösen,
Interaktionstheorien, subjektive Lernvoraussetzungen und Modellieren.
Diese Themen werden fächerverbindend aus der Sicht der Mathematik-
und Physikdidaktik besprochen und dann verglichen. Das Seminar
wurde erstmalig im WS 14/15 durchgeführt. Im Folgenden soll exemplarisch
am Beispiel der subjektiven Lernvoraussetzungen gezeigt werden,
welcher Gewinn aus einem Seminar dieses Formats gezogen werden kann.