Genderstereotype von Mathematiklehrkräften – eine implizite Untersuchung zu Leistungs- und Fachassoziationen
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Date
2023
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Gesellschaft für Didaktik der Mathematik
Abstract
Auch nach Jahren der Gleichstellungsarbeit zeigen sich Geschlechterunterschiede im Bereich von Partizipation, Motivation und Leistung im Mathematikunterricht in der Schule. Geschlechtsbezogene Stereotype und Sozialisation zeigen sich dabei als ein relevanter Einflussfaktor. Zum Beispiel wird Schülern eher eine Begabung in Mathematik zugesprochen als Schülerinnen (Kaiser et al., 2012), und noch immer zeigen Schülerinnen eine höhere Mathematikangst, auch in Folge von sogenannten „Stereotypethreats“, bei denen negative Stereotype zu Leistungsangst führen können (Keller, 2012).
Neben Einflüssen der Gesellschaft und des Elternhauses, findet ein Großteil der geschlechtsspezifischen Sozialisation innerhalb der Schule statt. Hier finden sich Einflüsse über Materialien wie Schulbücher (Mischau & Martinović, 2017), innerhalb der Klassenstrukturen (Foyn et al., 2018) und durch die Lehrkräfte (Kollmayer et al., 2020). Diese widmen im Mathematikunterricht Schülerinnen und Schülern in der Regel unterschiedlich viel Zeit und zeigen Geschlechterunterschiede im Umgang mit Störungen, Fragen und Rückmeldungen (Denn, 2021). Solche Befunde halten sich relativ stabil, obgleich die explizit stereotypen Einstellungen (z. B. „Schülerinnen sind in Mathematik grundsätzlich schlechter als Schüler“) von Lehrkräften deutlich abgenommen haben (Avitzour et al., 2021). Unklar bleibt, ob implizite Assoziationen, die ebenfalls das Lehrkräftehandeln beeinflussen, weiterhin vorhanden sind und damit eine Grundlage für die geschlechtsstereotype Handlungen bilden (Avitzour et al., 2021; Kollmayer et al., 2020).
Description
Table of contents
Keywords
Gender, Stereotype, Lehrkräfte, Sorted-Pair-Features, Partizipation, Geschlecht