Reflexionsanlässe für den Mathematikunterricht anhand einer Lernumgebung zum Thema SARS-CoV-2
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Gesellschaft für Didaktik der Mathematik
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Zusammenfassung
Vohns (2018) hält fest, dass der Mathematikunterricht dort, wo schulmathematische Inhalte geeignet erscheinen, Phänomene öffentlichen Interesses zu durchdenken, eine materiell aufklärende Aufgabe hat, der er sich stellen muss. Die weltweite Corona-Pandemie ist zweifelsohne ein derartiges Phänomen, im Rahmen dessen exemplarisch „aktiv-rekonstruierend ein Stück sonst nicht hinterfragter Mathematik oder sonst nicht hinterfragter außermathematischer Realität wechselseitig mathematisch und sachkundlich aufgeklärt werden [können]“ (ebd., S. 217). Dies verlangt auf der einen Seite eine fachmathematisch adäquate Auseinandersetzung mit ausgewählten Aspekten der Pandemie, andererseits eine gesellschaftlich verantwortliche Arbeitsweise, die insbesondere durch das Bereitstellen von Reflexionsanlässen erfüllt werden kann. Skovsmose (1998) nennt vier Arten bildungswirksamer Reflexionen, wovon insbesondere das Zusammenspiel aus modellorientierten Reflexionen (Fragen wie: „Ist mein Modell adäquat?“ oder „Was sind die Grenzen des Modells?“) und kontextorientierten Reflexionen (Fragen wie: „Hat das Modell im Kontext Sinn?“ oder „Welche Rolle spielt das mathematische Modell für Argumentationen im Kontext?“) den Bogen spannen können zwischen der „sonst nicht hinterfragten Mathematik“ (ebd.) und dem gesellschaftlichen Mehrwert ebendieser. Dieser Beitrag berichtet über die Nutzung derartiger Reflexionsanlässe im Rahmen der Erprobung der Lernumgebung „Von Daten, Modellen und Prognosen – das geheime Vordringen der α-Variante“ (ausführlicher bei: Bauer et al., 2022).
Beschreibung
Inhaltsverzeichnis
Schlagwörter
Epidemie, Daten, Prognosen, Reflexionsanlässe, BNE im Mathematikunterricht, Interdisziplinarität, mathematische Mündigkeit
