Berufsbezogene Orientierungen angehender Mathematiklehrkräfte im Vorbereitungsdienst

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2023

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Gesellschaft für Didaktik der Mathematik

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Als berufsbezogene Orientierungen werden jene Wissensbestände von Lehrkräften bezeichnet, die das berufliche Denken und Handeln im pädagogischen Feld bestimmen. Diese setzen sich zusammen aus einem theoretischen, normativen Wissen, welches von den Lehrkräften expliziert und z. B. in Universitäts- oder Studienseminaren erlernt werden kann, sowie aus Handlungsmustern, die durch Sozialisationserfahrungen über die gesamte (Berufs-)Biographie erworben werden und den Lehrkräften implizit vorliegen (Przyborski & Wohlrab-Sahr 2014). Da aus einer berufsbiographischen Perspektive auf die Professionalität (angehender) Lehrkräfte die berufsbezogenen Orientierungen für die (zukünftigen) Unterrichtspraktiken von zentraler Bedeutung sind (Lücke 2020), sollten sie in allen Phasen der Lehrkräftebildung berücksichtigt werden. Dies gilt insbesondere für den Vorbereitungsdienst, da sich bis dahin erworbene berufsbezogene Orientierungen deutlich von den im Vorbereitungsdienst erlebten schulischen Handlungserfahrungen unterscheiden können, wodurch bestehende Orientierungen nicht selten irritiert werden können. Beispielhaft kann das im Rahmen des Vorbereitungsdienstes erstmalige eigenverantwortliche Unterrichten in einem von seinem Anspruch her inklusiven Schulsystem eine krisenhafte Herausforderung darstellen und eine Transformation bestehender Orientierungen anregen (Viermann 2022; Lücke 2020).

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Keywords

Lehrkräftebildung, Vorbereitungsdienst, Berufsbezogene Orientierungen, Inklusiver Mathematikunterricht, Dokumentarische Methode

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