Leitfaden zur Verbesserung des Frühstücksverhaltens von Kindern in Grundschulen und Kindertageseinrichtungen
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2005
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Fach Hauswirtschaftswissenschaft - Technische Universität Dortmund
Abstract
Eine ausgewogene und vollwertige Ernährung, die das physische, psychische und soziale
Wohlbefinden positiv beeinflusst, ist von großer Bedeutung, wenn man die steigende Rate
von Übergewicht und ernährungsbedingten Erkrankungen betrachtet. Ein gesundheitsförderliches
Ernährungsverhalten kann ernährungsabhängigen Krankheiten im Erwachsenenalter vorbeugen.
Die häufigsten Formen der Fehlernährung im Kindesalter sind Übergewicht und Adipositas.
Ungefähr jedes sechste Kind ist hiervon betroffen (Reinehr/Dobe/Kersting 2003).
Auch die Ernährungsberichte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung weisen wiederholt
auf diese Problematik hin (z. B. DGE 2004).
Die Institutionen Kindertageseinrichtung und Grundschule stellen einen geeigneten Rahmen
zur Vermittlung einer gesundheitsförderlichen Ernährung dar und können der Forderung
nach einer möglichst frühzeitigen Ernährungserziehung gerecht werden.
Das Ziel gesundheitsförderlicher Maßnahmen sollte dabei eine Verhaltensveränderung bezüglich
der Ernährung sein. Um dieses Ziel erreichen zu können bedarf es einer Zusammenarbeit
von Elternhaus und Schule bzw. Kindertageseinrichtung. Die Einbeziehung der Eltern
ist für eine Veränderung des Ernährungsverhaltens der Kinder unerlässlich. Neben der Einbeziehung
der Kinder in eine gesundheitsförderliche Ernährung, die die Wissensvermittlung und
Handlungs- sowie Reflexionsfähigkeit der Kinder berücksichtigt, sollten besonders die Eltern
einbezogen werden. Im Vorschul- und Grundschulalter wird die Ernährung zum größten Teil
von der Familie bestimmt und das Ernährungsverhalten dementsprechend geprägt. Daher gilt
es schon früh, eine gute Basis zu legen, die der Prävention ernährungsabhängiger Krankheiten
dient und des Weiteren die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden der Kinder positiv unterstützt
(vgl. Kaiser/Kersting 2001).
Das (Schul-)Frühstück kann als eine geeignete Mahlzeit angesehen werden, in das Thema
Ernährung einzusteigen, da es in den einzelnen Institutionen eingenommen wird und ein direkter
Bezug hergestellt werden kann. Ein ausgewogenes zweites Frühstück kann zudem das
Lernen in der Schule und das Spielen und Arbeiten in Kindertagesstätten positiv beeinflussen.
Die Durchführung bestimmter Interventionsmaßnahmen in Schule und Kindertageseinrichtung
sollten mit dem Nachweis einer Wirksamkeit verbunden sein. Ausreichend ist nicht, dass
nur ernährungsbezogene Inhalte ohne weitere Reflexion und Feststellung ihrer Wirksamkeit
in der Schule vermittelt werden. Die Evaluation der Verhaltensänderung stellt hier einen entscheidenden
Aspekt dar (u. a. Hurrelmann 1999). Und seit Schulleistungsstudien wie TIMMS
und PISA nimmt die Qualität im Bildungswesen und die damit verbundene Evaluation eine
immer bedeutendere Rolle ein. Damit erhöht sich auch der Stellenwert empirisch abgesicherter
Unterrichtsmaterialien.
Der vorliegende empirisch überprüfte Leitfaden bietet Unterrichts- und Arbeitsmaterial für
die Lehrkräfte und Erzieher sowie Hintergrundinformationen zu den Aspekten Elterneinbeziehung
und Einbeziehung der Kinder und zeigt eine Möglichkeit auf, Gesundheitsförderung
in die schulische und erzieherische Arbeit sinnvoll zu integrieren.
Description
Table of contents
Keywords
Fehlernährung, Frühstücksverhalten, Gesundheitsförderung, Prävention