Stafverfolgung trotz Anonymität - Rechtliche Rahmenbedingungen und technische Umsetzung
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GI SIGs SIDAR and PET
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Zusammenfassung
Die Erfahrungen mit dem Betrieb eines Dienstes zum anonymen und unbeobachtbaren Websurfen zeigen, daß ein solcher
Dienst auch in geringem Umfang zum Begehen von Straftaten mißbraucht wird. Das vorliegende Papier beschäftigt sich mit
der Frage, wie eine datenschutzgerechte Deanonymisierung in solchen konkreten Einzelfällen durchgeführt werden kann, ohne
die Anonymität der anderen Teilnehmer zu gefährden oder eine „Massenüberwachung auf Knopfdruck“ zu ermöglichen.
Ausgehend von den bestehenden Gesetzen werden die Rechte und Pflichten des Anonymisierungsdienstes dargestellt. Es werden
konkrete Vorschläge für eine „Strafverfolgungsfunktion“ erläutert, wobei ein Lösungsvorschlag detailliert beschrieben
wird. Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen ist dabei insbesondere das dem Anonymisierungsdienst zugrunde liegende
technische Verfahren und das damit verbundene Vertrauensmodell zu berücksichtigen. Es handelt sich um ein verteiltes
System, bei dem es keine zentrale Instanz gibt, die eine Deanonymisierung einzelner Kommunikationsverbindungen vornehmen
könnte. Vielmehr ist dafür die Mitarbeit aller Server des Anonymisierungsdienstes notwendig. Es wird beschrieben, wie
sich diese überzeugen können, daß eine Deanonymisierung auch tatsächlich im Zusammenhang mit dem Verdacht auf eine
Straftat steht.
Beschreibung
Inhaltsverzeichnis
Schlagwörter
Anonymität, Strafverfolgung
