Neue Wege im Mathematikunterricht – Auf den Spuren Mathilde Vaertings

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Gesellschaft für Didaktik der Mathematik

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In der Zeit der Reformpädagogik kamen viele Ansätze auf, (Mathematik-) Unterricht zu verändern und zu verbessern. Prominente Pädagog*innen aus dieser Zeit, wie beispielsweise Gaudig, Kerschensteiner oder Montessori, sind auch heute noch bekannt. Mathilde Vaerting (1884–1977) hingegen wird mit den reformpädagogischen Ideen der damaligen Zeit eher nicht in Zusammenhang gebracht, sondern, wenn überhaupt, aus der Gender-Perspektive in den Fokus genommen (Kraul, 1999; Naumann, 2001). Dabei sind ihre Ideen zur Verbesserung des Mathematikunterrichts nicht nur aus damaliger Sicht revolutionär, sondern auch aus heutiger Perspektive höchst interessant. Zudem ist Vaerting eine bemerkenswerte Persönlichkeit: Zum einen ist sie Deutschlands erste Professorin für Erziehungswissenschaften auf einem Lehrstuhl, der eigens für die akademische Ausbildung von Volksschullehrer*innen an der Universität Jena eingerichtet wurde. Zum anderen beruht ihr Werk „Neue Wege im mathematischen Unterricht“ (1921) auf ihren Erfahrungen als Lehrerin an Mädchenschulen. Und das zu einer Zeit, in der – von zumeist männlichen Protagonisten – darüber diskutiert wurde, ob Frauen überhaupt eine mathematische Begabung vorzuweisen hätten, obwohl es Mathematik erst ab 1908 in den Lehrplänen der Mädchen gab. Da sich vor dem Hintergrund der „alten Wege“ im Mathematikunterricht das innovative Moment von Vaertings „neuen Wegen“ besser verstehen und einordnen lässt, folgt zunächst ein Blick in die Rahmenbedingungen der Mädchenbildung der damaligen Zeit.

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Schlagwörter

Reformpädagogik, Mädchenbildung, Selbsttätigkeit, Geometrielehrgang, Sek 1, Geometrie, Geschichte & Philosophie der Mathematik

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