"Offener Unterricht? Rechner?... Dafür bleibt keine Zeit...."
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2005
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Gesellschaft für Didaktik der Mathematik
Abstract
Der Titel drückt die Befürchtung vieler Lehrpersonen aus, dass mit neuen Unterrichtsmethoden, die dem Schüler und der Schülerin mehr Raum zur Eigenaktivität lassen, sowie der Integration von Rechnern in den Unterricht curriculare Vorgaben noch schwerer zu erreichen sind als ohne diese Innovationen. Verändern der Unterrichtsmethode und Rechnereinsatz werden als zeitliches Additivum empfunden, das zusätzlich belastet. Dagegen steht die Erfahrung von Lehrpersonen, die offenen Unterricht mit integriertem Rechnereinsatz nicht als Hürde sondern als besondere Chance erleben, inhaltliche und prozessuale Ziele gleichermaßen und gemeinsam in den Blick zu nehmen. Aufgrund dieser Erfahrungen ist im Rahmen des Lehrerfortbildungsprojekets T³ (Teachers Teaching with Technology) die Idee entstanden, Unterrichtsmaterial zu entwickeln, das exemplarisch für eine veränderte Unterrichtskultur mit integriertem Einsatz von Computeralgebrasystemen (CAS) stehen kann. Damit sollte an einem Beispiel ein Weg aufgezeigt werden, Öffnen von Unterricht und Medieneinsatz als Einheit zu begreifen mit dem Ziel, Mathematik und mathematische Tätigkeiten gleichermaßen im Unterricht erlebbar zu machen. So entstand Unterrichtmaterial zur Untersuchung ganzrationaler Funktionen (11. Jg), an dem Schülerinnen und Schüler sich über mehrere Wochen vielfältige Aspekte einer Funktionsuntersuchung selbstständig erarbeiten. Dies geschieht in Form einer "Lernwerkstatt", die im Rahmen des Forschungsprojektes MUKI (Mathematikunterricht zwischen Konstruktion und Instruktion) an der Universität Duisburg-Essen theoretisch reflektiert, weiterentwickelt und evaluiert wurde.