Rehabilitation und Pädagogik bei Blindheit und Sehbehinderung

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    Akzeptanz vergrößernder Sehhilfen durch Kinder mit Sehbehinderungen
    (2014) Holzapfel, Stefanie; Walthes, Renate; Hyvärinen, Lea
    Ziel: Das Ziel dieser Dissertation ist die Durchführung einer Analyse der bei Kindern mit Sehbehinderungen vorhandenen vergrößernden Sehhilfen sowie deren Nutzung. Darüber hin-aus sollen Faktoren generiert werden, welche die Akzeptanz vergrößernder Sehhilfen beein-flussen. Hintergrund: Vergrößernde Sehhilfen stellen ein wesentliches Element der Rehabilitation von Menschen mit Sehbehinderungen dar. Die Wirksamkeit der Hilfsmittelverwendung bei Klein- und Schulkindern sowie die Nutzung vergrößernder Sehhilfen im deutschsprachigen Raum wurde jedoch bisher nicht untersucht. Es fehlt an Datenmaterial sowohl für den Zeitpunkt der erstmaligen Nutzung als auch an Angaben zur Art der verwendeten Sehhilfen. Einen Zugang zur Beschäftigung mit der Nutzung bzw. Nichtnutzung bietet die Betrachtung der Akzeptanz. Methode: Basierend auf einem aus verschiedenen Komponenten entwickelten themenbezoge-nen Akzeptanzkonstrukt, welches die kindlichen Entwicklungsaspekte und die räumlich-personellen Umweltfaktoren einbindet, dient ein multimethodisches Untersuchungskonzept zur Beantwortung der Forschungsfragen. Auf der Grundlage einer Fragebogenerhebung wur-den Informationen zu Hilfsmitteln und deren Nutzung zu n=98 Kindern mit Sehbehinderun-gen, welche Schulen mit den Förderschwerpunkt Sehen besuchen, ausgewertet. Zusätzlich wurden n=30 Kinder dieser Gruppe während des Unterrichts durch die Forscherin in der Schule beobachtet. Diese Kinder, ihre Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer (n=14) sowie n=6 Eltern wurden anschließend von ihr befragt. Ergebnisse: Kindern mit Sehbehinderungen nutzten, vorrangig ab dem Schulbeginn, vielfälti-ge vergrößernde Sehhilfen. Die Hilfsmittelverwendung war abhängig von den visuellen Funk-tionen und dem Alter sowie vom personellen und räumlichen Kontext. Abhängig vom Hilfs-mittel und Nutzungsort wurden manche vergrößernden Sehhilfen nicht genutzt. Einige Kinder hatten Schwierigkeiten, ihr Hilfsmittel richtig zu handhaben und bei einigen entsprach die Unterstützungsmaßnahme nicht den Bedürfnissen. Zusammenfassung und Diskussion: Die Akzeptanz vergrößernder Sehhilfen zeigt sich als ein komplexes Gesamtgefüge, bei dem es nicht ausreicht, einzelne Faktoren herauszugreifen, um verstehen zu wollen, weshalb ein Hilfsmittel genutzt wird oder nicht. Die starke Abhängigkeit der Akzeptanz vergrößernder Sehhilfen durch Kinder mit Sehbehinderungen vom personellen und räumlichen Kontext sowie von den Eigenschaften des Hilfsmittels selbst, konnte deutlich gemacht werden. Bereits bei der Implementierung vergrößernder Sehhilfen, im Zusammen-hang mit der Hilfsmittelpassung bis hin zur Nutzung im Klassenraum, zeigt sich die enge Verknüpfung zwischen dem Kind, seinem Hilfsmittel und dem personellen sowie räumlichen Kontext. Insbesondere der starke Einfluss der Pädagoginnen und Pädagogen auf die Hilfsmit-tel und ihre Nutzung konnte herausgearbeitet werden. Jedoch haben auch die in den weiter-greifenden Strukturen vorhandenen Personen und Personengruppen sowie Regelungen maß-geblichen Einfluss auf die Akzeptanz.
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    Das visuelle Funktionsprofil
    (2013-07-01) Petz, Verena; Walthes, Renate; Hinz, Renate; Hyvärinen, Lea
    Sehen ist als ein inneres Geschehen einer Person im aktiven Kontakt mit ihrer Umwelt vorstellbar. Es kann von außen nur eingeschränkt nachvollzogen werden. Für das Erlernen sind Licht, Bewegung und eine Umwelt mit vielfältigen Unterscheidungsmöglichkeiten erforderlich – es entwickelt sich in Abhängigkeit von vielen Faktoren. Dieser Lernprozess setzt nach der Geburt ein und ist weitgehend selbstregulativ. Das Sehen kann einem Kind somit nicht vermittelt werden. Da Sehen und visuelle Wahrnehmung nicht direkt beobachtbar sind, gilt dies auch für Veränderungen des Sehens bzw. Sehbeeinträchtigung. Diese zu verstehen, ist so komplex wie bedeutsam, weil sie die meisten Erfahrungs- und Lernprozesse von Geburt an verlangsamen oder stören können. Durch die Anwendung des im Rahmen der Dissertation theoretisch fundierten Visuellen Funktionsprofils (VFP) wird ein Überblick über die individuelle visuelle Funktionsfähigkeit eines Kindes erlangt. Dieser am Individuum und an der Funktionsfähigkeit anknüpfende Zugang zur Sehüberprüfung entspricht den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Eine individuell ausgerichtete Sehüberprüfung im Kindesalter hat zum Ziel, visuelle Entwicklungsthemen zu identifizieren und gefundene Einzelergebnisse einer Sehüberprüfung in Beziehung zueinander zu setzen, um weiterführende Fragestellungen zu entwickeln. Dieses Prinzip der Wechselwirkung verschiedenster Faktoren bei der Beurteilung des Sehens spiegelt sich in dem für die Konstruktion des VFP gewählten Grundmodell wider, das maßgeblich der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen (ICF-CY) (WHO, 2011) entspricht.
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    Cortical visual impairment (CVI) im Kindesalter - eine ökopsychologische Auseinandersetzung
    (2012-03-27) Niedernolte, Imke; Walthes, Renate; Wacker, Elisabeth