Überzeugungen von Lehrkräften zum Technologie-Einsatz im Analysisunterricht
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Date
2015
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Publisher
Gesellschaft für Didaktik der Mathematik
Abstract
Zur Untersuchung des professionellen Handelns von Lehrkräften gehört
auch die Umsetzung der objektive Ebene curricularer Vorgaben, die Ebene
der individuellen lehrerspezifischen Interpretation und Fokussierung auf
bestimmte Inhalte und die damit verbundenen Ziele. Untersuchungen haben
hier gezeigt, dass die individuellen Überzeugungen von Lehrkräften zu ihrem
Mathematikunterricht die Planung und Realisierung einen Einfluss auf
die reale Unterrichtspraxis haben (Hiebert & Grouws, 2007). Die individuellen
Vorstellungen, subjektiven Annahmen, Überzeugungen und Zielsetzungen
der Lehrkräfte werden (international) unter das Konstrukt der beliefs
oder beliefs systems subsumiert (Eichler & Erens, 2014). Diese beliefs
bzw. belief systems von Lehrkräften betrachten wir anhand des Themenbereichs
der Analysis, die der zentrale Teil des Curriculums in der gymnasialen
Oberstufe ist. In diesem Beitrag verengen wir noch stärker den Fokus
und betrachten allein die beliefs von gymnasialen Lehrkräften im Zusammenhang
mit dem Einsatz digitaler Medien speziell für das Lehren und
Lernen im Bereich der Analysis. Die digitalen Medien (GTR oder CAS)
spielen zwar in allen belief systems der Lehrkräfte eine Rolle, zeigten aber
in ihrer Ausprägung deutliche Unterschiede. In diesem Beitrag betrachten
wir zunächst auf einer theoretischen Ebene vier Stufen der Verwendung digitaler
Medien im Mathematikunterricht und skizzieren anschließend Ergebnisse
einer qualitativen Studie mit 30 Lehrkräften bezogen auf die genannten
Stufen.