Erkennen von Schätzstrategien bei Grundschüler*innen durch Eyetracking – eine Machbarkeitsstudie
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Date
2023
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Gesellschaft für Didaktik der Mathematik
Abstract
Das Schätzen von Längen ist eine relevante Fähigkeit zur Bewältigung vieler Situationen im Alltag. So war für ein sicheres Zusammenleben während der Corona-Pandemie das Abschätzen eines 1,5 m langen Abstands zu anderen Personen wichtig und bei der Aussaat müssen für ein optimales Pflanzenwachstum bestimmte Abstände zwischen den Pflanzen eingehalten werden. Um in diesen Schätzsituationen zu möglichst passenden Schätzungen zu gelangen, sind verschiedene Komponenten relevant – darunter auch das Heranziehen geeigneter Schätzstrategien. So deuten erste Ergebnisse darauf hin, dass die Strategiewahl mit der Schätzgenauigkeit zusammenhängt (Heid, 2018). Um hierfür belastbare Ergebnisse zu generieren, müssen die kognitiven Schätzprozesse erfassbar gemacht werden. Verbale Erklärungen der Kinder sind dabei von vielen Störfaktoren wie beispielsweise der sprachlichen Fähigkeit abhängig. Darüber hinaus kann das laute Denken den Schätzprozess und das Schätzergebnis beeinflussen, indem die Kinder zur Reflexion über ihr Vorgehen angeregt werden. Ein alternatives Herangehen für das Identifizieren von Strategien beim Schätzen von Längen kann die Erfassung der Blickbewegungen der Kinder (Eyetracking) sein. Ob das Eyetracking für eine Erfassung von Strategien beim Schätzen von Längen geeignet ist, soll hier durch eine Machbarkeitsstudie analysiert werden.
Description
Table of contents
Keywords
Schätzen von Längen, Grundschule, Strategiewahl, interdisziplinär