Raumgeometrieunterricht: Hinweise auf die Übertragbarkeit des Supplantationskonzeptes von Salomon?
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Date
2014
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Gesellschaft für Didaktik der Mathematik
Abstract
Ein Raumgeometrieunterricht ohne die Verwendung bzw. das Arbeiten mit real angreifbaren Körpermodellen scheint undenkbar – und das in allen Ausbildungsstufen vom Kindergarten bis zur Universität. Das sind Modelle vom Würfel, seinem Netz, von den hier allseits bekannten Grundkörpern, das sind diverse Kegelschnittsmodelle, von den Dandelinschen Kugeln beim ebenen Zylinderschnitt bis hin etwa zur Dupinschen Zyklide. Modelle gehören einfach zum Geometrieunterricht [MÜLLER 2012]. Modelle sollen helfen, eine Grundvorstellung von Raumgeometrie zu entwickeln, Raumobjekte darzustellen und damit zu operieren. Oft scheint es, dass selbst kreative Architekten direkt die in ihrer Ausbildung kennengelernten Geometrieobjekte realisieren. Im Unterricht ist es in der Regel so, dass Modelle helfen sollen, bestimmte räumliche Vorgänge zu verstehen, zu verinnerlichen und so eine Kompetenz zu erwerben, Probleme ohne reale 3D-Modelle nur mit Hilfe von Skizzen oder 2D-Zeichnungen zu lösen. Geometriemodelle sollen eine Skizze nicht ersetzen, nicht „supplantieren“. Und um die Frage der Gültigkeit eines gewissen Supplantationseffektes im Unterricht geht es in der Folge.