Prozedurales Wissen österreichischer Gymnasiast*innen am Ende der Sekundarstufe II

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2023

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Gesellschaft für Didaktik der Mathematik

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An Universitäten und Fachhochschulen sind in den letzten Jahren (wieder) vermehrt Beschwerden darüber zu hören, dass Studienanfänger*innen über keine ausreichenden operativen mathematischen Fertigkeiten ohne technologische Hilfsmittel (prozedurales Wissen) verfügten (Loveless & Coughlan, 2004; Billington & Gabrielsen, 2017; Offener Brief, 2017; Matyas & Drmota, 2018). In Österreich werden in diesem Zusammenhang oft der fortschreitende Technologieeinsatz im Unterricht und die uneingeschränkte Möglichkeit, ein CAS bei der Matura zu verwenden, als Ursachen genannt. Es fehlen dazu allerdings belastbare Daten, auch über das tatsächlich verfügbare prozedurale Wissen von Maturant*innen. Das zuständige Ministerium versucht, dem beschriebenen Problem durch die Etablierung eines technologiefreien Teils bei der zentralen schriftlichen Reifeprüfung an AHS (Gymnasien) zu begegnen, der erstmals 2026 zu absolvieren sein wird (BMBWF, 2020). „Grundlegende Rechengänge“ sollen wieder von Hand beherrscht werden, wie etwa einfache Termumformungen, das Lösen von Gleichungen oder das Ableiten einer Funktion mit Hilfe der Produktregel (BMBWF, 2020, S. 2). Im Projekt OFF (Operative Fähigkeiten und Fertigkeiten ohne den Einsatz technologischer Hilfsmittel) soll über die nächsten Jahre u. a. das prozedurale Wissen der österreichischen Schüler*innen in der Abschlussklasse erhoben werden, um nachzuweisen, ob die Einführung des technologiefreien Teils Auswirkungen auf die operativen Fertigkeiten hat. Wir präsentieren in diesem Beitrag Ergebnisse der ersten Erhebung (April 2021) und über bestimmte Merkmale der verwendeten Aufgaben.

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Keywords

Prozedurales Wissen, Operieren, Technologienutzung, Gymnasium, Sek II, interdisziplinär, Schnittstelle Sek 2 und Hochschule

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