Ressourcenorientierte Mathematikförderung in der Primarstufe: Pilotierung eines Förderkonzepts

Alternative Title(s)

Resource-sensitive math intervention in primary school: a pilot study

Abstract

Hintergrund: Frühe mathematische Kompetenzen bilden den Grundstein für die Entwicklung von Rechenkompetenzen und somit für einen erfolgreichen Einstieg in Schulmathematik. Schüler_innen, die in diesem Bereich erste Rückstände zeigen, weisen ein erhöhtes Risiko auf, langfristig Schwierigkeiten im mathematischen Lernen zu haben. Jedoch besteht hier auch ein vielversprechender Ansatzpunkt für die Prävention dieser Schwierigkeiten. Für die anknüpfenden arithmetischen Kompetenzen, die im Zuge der ersten Schuljahre erworben werden sollen, liegen jedoch keine umfassenden, evidenzbasierten und kompakten Förderprogramme vor. Dieses Desiderat haben wir zum Anlass genommen, ein Förderkonzept zu entwickeln, welches an die Förderung früher mathematischer Kompetenzen anknüpft und die Lücke zu Rechenkompetenzen schließt. Methoden: In einer Pilotstudie wurde das entwickelte Förderkonzept in einem Prä-Post-Kontrollgruppendesign (N = 60) auf Fördereffekte untersucht. Ergebnisse: Die Trainingsgruppe (n = 28) zeigt im Vergleich zur Kontrollgruppe (n = 32) nur in einer der erfassten mathematischen Variablen über die Zeit einen signifikant größeren Leistungszuwachs. Diskussion: Eine Überarbeitung des Förderprogramms könnte in der stärkeren Berücksichtigung von verschiedenen Repräsentationsmodi zum Aufbau von mathematischen Grundvorstellungen bestehen.
Background: Early mathematical competencies are the foundation for understanding arithmetic's and thus for successful entry into school mathematics. Students who show initial deficits in this area are at higher risk for long-term difficulties in mathematical learning. However, this is also a promising starting point for the prevention of mathematical learning difficulties. However, to date, there are no comprehensive, evidence-based, and compact intervention programs for the subsequent arithmetical competencies in first grade. To address this lack, we developed an intervention that links to the development of early mathematical competencies and closes the gap to arithmetical skills in first grade. Methods: In a pilot study with a pre-post control group design (N = 60) we examined the effects of the developed intervention. Results: The training group (n = 28) shows a significantly greater increase in performance compared to the control group (n = 32) in only one of the mathematical variables measured. Discussion: A revision of the intervention could take greater account of the different representation modes for building basic mathematical concepts.

Description

Table of contents

Keywords

Interventionsstudie, Mathematikförderung, Frühe mathematische Kompetenzen, Rechenschwäche, Intervention, Mathematical training, Early numeracy, Mathematical learning difficulties

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