Tutoriengestaltung mit dem Gruppenpuzzle – Empirische Ergebnisse und praktische Implikationen

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2017

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Gesellschaft für Didaktik der Mathematik

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Mathematiktutorien universitärer Fachvorlesungen werden häufig so organisiert, dass bereits bearbeitete und korrigierte Übungsaufgaben von einzelnen Studierenden oder Tutorinnen bzw. Tutoren an der Tafel vorgerechnet werden. Hierdurch kann in der Regel die Darstellung von korrekten Lösungen gewährleistet werden, und es sind Nachfragen zum Lösungsweg möglich. Allerdings schließen Aktivitäts- und Kommunikationsphasen bei dieser Organisationsform nur einen sehr kleinen Personenkreis mit ein. Eine alternative Gestaltungsmethode ist die Besprechung der Aufgaben in Form eines Gruppenpuzzles (vgl. Beutelspacher et. al. 2011 S.150ff). Dabei gibt es im Wesentlichen zwei Phasen: In einer ersten Gruppenphase wird die Lösung einer Aufgabe kooperativ erarbeitet und das Ziel verfolgt, jedes Gruppenmitglied zum "Experten" für diese Aufgabe zu machen. In der zweiten Phase setzen sich neue Gruppen so zusammen, dass für jede Aufgabe (mindestens) ein "Experte" anwesend ist, und die Lösungen aller Aufgaben werden mit Hilfe der Erklärungen dieser Experten erarbeitet. Bei dieser Organisationsform werden im Idealfall alle Studierenden aktiviert und mehr Kommunikationsanlässe geschaffen. Demgegenüber entfällt die Darstellung einer "offiziellen" Lösung im Plenum. Im vorliegenden Beitrag werden Konzeption und Ergebnisse einer empirischen Studie (GruMiT – Gruppenpuzzle als Methode in Tutorien) zum Vergleich der beiden Organisationsformen "Vorrechnen" und "Gruppenpuzzle" dargestellt und Implikationen für eine Durchführung in Mathematikvorlesungen gezogen.

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