Rehabilitation und Pädagogik bei geistiger Behinderung
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Item Vergleich von subjektiven Faktoren zur Bestimmung der „Lebenszufriedenheit“ bei Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und Menschen ohne intellektuelle Beeinträchtigung – eine quantitative und qualitative Studie(2015) Tüllmann, Thorsten; Haveman, Meindert; Stöppler, ReinhildeItem Empirische Untersuchung zum Einsatz von Bildrezepten als Strukturierungshilfe bei der Zubereitung komplexer Gerichte(2015) Breucker, Veronika; Wember, Franz B.; Haveman, MeindertIm Rahmen einer empirischen Studie wurde ein Förderprogramm entwickelt, dessen Ziel es war, die Strukturierungsfähigkeit der Schülerinnen und Schülern mit einer geistigen Behinderung bei der Zubereitung von komplexen Gerichten zu verbessern. Zur Strukturierung des Arbeitsablaufs wurden Bildrezepte eingesetzt. Mit Hilfe eines intra- und interindividuellen Versuchsdesigns wurde das Förderprogramm praxisbegleitend an einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung erprobt. Insgesamt nahmen zehn Schülerinnen und Schüler aus zwei Abschlussklassen der Berufspraxisstufe an der Studie teil. Mit Hilfe einer Vorstudie wurden geeignete Probanden ausgewählt. Sechs Schülerinnen und Schüler wurden gezielt gefördert, vier Schüler fungierten als Kontrollgruppe. Jeder Proband/ jede Probandin der Experimentalgruppe erhielt in einem Zeitraum von zwei bis drei Wochen eine individuelle Förderung, während die Probanden der Kontrollgruppe am regulären Hauswirtschaftsunterricht teilnahmen. Durch die vergleichende Datenerhebung konnten objektive Informationen über die Wirksamkeit des entwickelten Förderprogramms gewonnen werden. Der Einsatz der Bildrezepte unterstützte allen Schülerinnen und Schülern beim systematischen Arbeiten und erwies sich als eine geeignete Form der Strukturierungshilfe. Das methodische Vorgehen ermöglichte es, auf die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler einzugehen und gezielt den Förderbedarf und den Lernzuwachs festzustellen. Die statistische Überprüfung der gewonnenen Daten ergab signifikante Unterschiede in den Bereichen „Einhalten der Reihenfolge“ und im Zeitbedarf. Alle Probanden profitierten von der Förderung und konnten ihre Selbstständigkeit steigern.Item Die Lebensqualität von Menschen mit geistiger Behinderung in Deutschland und Korea vor dem Hintergrund der interkulturellen Unterschiede beider Länder(2014-01-20) Song, Mi-Sook; Havemann, Meindert; Stöppler, ReinhildeItem Die Frühförderung durch das Programm Kleine Schritte und Yoga in Familien mit Kindern mit Autismus Spektrum Störungen (ASS)(2010-12-17) Chang, Zih-Shian; Haveman, Meindert; Hölter, GerdIn dieser Interventionsstudie wurde die Adäquatheit, die Effektivität und die Konsequenzen von sowohl dem Programm „Kleine Schritte“ als auch von „Yoga“ auf die Entwicklung von Vorschulkindern mit Autismus Spektrum Störungen (ASS) in Taiwan und in Deutschland untersucht. Um die Überprüfung beider Konzepte zu ermöglichen, wurden 33 Familien mit Kindern mit ASS in Taiwan und Deutschland angeleitet, ausgebildet und über eine Zeitspanne von zehn Monaten begleitet. Durch den Vergleich einer Vor- und Nachmessung wurde überprüft, inwiefern das Programm „Kleine Schritte” und „Yoga“ für Kleinkinder mit ASS und für ihre Mütter hilfreich ist und zu relevanten und statistisch signifikanten Fortschritten in der Entwicklung des Kindes führt. Mit den standardisierten Messinstrumenten Leiter-R, VABS/ET6-6 und PSI wurden die kognitive Entwicklung und das adaptive Verhalten der Kinder und der Erziehungsstress ihrer Mütter vor und nach der Intervention gemessen. Durch den t-Test für gepaarte Stichproben, den Wilcoxon-Test und den t-Test für unabhängige Stichproben wurden die Hypothesen überprüft. Nach der Intervention zeigten die Kinder aller Gruppen im Bereich Brief IQ und Full IQ relevant und statistisch signifikante Fortschritte. In den Bereichen adaptives Verhalten der Kinder und Erziehungsstress der Mütter wurden unterschiedliche Ergebnisse zwischen den Gruppen beobachtet. Verhaltensänderungen der Kinder wie mehr Augen- und Körperkontakte u.a. wurden auch von den Müttern berichtet. Als „home based“-Frühförderpragramme können die Methoden „Kleine Schritte“ und „Yoga“ den Eltern von Kindern mit ASS empfohlen werden.Item Einsatz von graphischen Symbolen für die Förderung des Lesens und Schreibens bei kolumbianischen Kindern mit einer leichten oder mittelschweren geistigen Behinderung(2009-12-15T15:11:08Z) Badillo Jimenez, Vanessa Tatiana; Havemann, Meindert; Dupuis, GregorItem Bewegungsorientierte Interventionen und depressive Erkrankungen(2008-09-02T09:32:56Z) Heimbeck, Alexander; Hölter, Gerd; Geissner, EdgarItem Freizeitverhalten und Freizeiterleben von Jugendlichen mit geistiger Behinderung(2007-04-11T14:43:10Z) Schröder, Katja; Dönhoff, K.; Havemann, M. J.Item Preparing adults with intellectual disabilities for later life(2005-07-14T12:05:18Z) Laake, Maria van; Haveman, Meindert; Heller, TamarItem Gewalt- und Konflikterfahrungen von Menschen mit geistiger Behinderung im Lebenskontext Heim(Universität Dortmund, 2001-07-31) Michalek, Sabine; Haveman, Meindert J.; Stöppler, ReinhildeDie Vorstellung von Wohnstätten und Heimen als "sichere Orte" für Menschen mit einer geistigen Behinderung ist erschüttert, schreibt THEUNISSEN (1996, 275). Auf subtile Formen institutioneller Gewalt oder auch auf einen aggressiven Umgang mit BewohnerInnen in erzieherischen und pflegerischen Maßnahmen ist immer wieder aufmerksam gemacht worden (ebd.; EGLI, 1993; BOCK, 1994; ZUR ORIENTIERUNG, 1994; IRBLICH, 1999), wenngleich keine einzige systematische Untersuchung vorliegt, die Art und Ausmaß aggressiver Konflikte in Wohneinrichtungen belegen würde. Die hier vorliegende Untersuchung versucht auf der Basis einer quantitativen und qualitativen Befragung in Wohnstätten Kulminationspunkte menschlicher Konflikte zu explorieren. 117 Gespräche mit erwachsenen Menschen mit geistiger Behinderung und ihren Bezugspersonen liefern das Untersuchungsmaterial für diese Studie. Das Besondere der verwendeten Interviewtechnik besteht darin, daß soziale Realität im Heim aus den diametral entgegengesetzten Perspektiven der HeimbewohnerInnen und des Betreuungspersonals rekonstruiert wird. Die inhaltlichen Akzente der Befragung werden auf fünf Themenfelder gesetzt: (1) die lebensgeschichtlichen Erfahrungen der HeimbewohnerInnen, insbesondere ihre früheren Erlebnisse mit struktureller Gewalt in Psychiatrien und Anstalten; (2) ihre sozialen Bindungen innerhalb und außerhalb der Einrichtung; (3) die Qualität der Wohnsituation; (4) die Erfassung der aggressiven Konflikte der BewohnerInnen untereinander, aber auch gegenüber dem Betreuungspersonal und (5) die Einstellungen beider Gruppen zu Konflikten und Gewalt in erzieherischen Maßnahmen. Inhaltlich und methodisch handelt es sich bei der Untersuchung der Einstellungen zu Konflikten um ein forschungstechnisches Novum: Noch nie wurde in der Vergangenheit das moralische Urteil von Menschen mit einer geistigen Behinderung erfaßt; bisher wurden instrumentell keine Rating-Skalen bei dieser Personengruppe eingesetzt, und das Gewaltverständnis von Menschen mit geistiger Behinderung war bis heute ebenfalls noch kein Untersuchungsgegenstand.